Protest als Medium – Medien des Protests

 

Ein Forschungsprojekt zur Mediennutzung  sozialer Bewegungen

Ausgehend vom  prominentesten sozialen Bewegungszusammenhang der Gegenwart, der globalisierungskritischen Bewegung (bekannt durch Proteste wie die von Seattle und Genoa) hat es seit 2004 eine flexible organisatorische Neuverknüpfung einzelner Gruppen entlang des Themas prekarisierter Arbeits- und Lebensbedingungen gegeben. Die Flexibilisierung, Feminisierung und Prekarisierung „postfordistischer“ Beschäftigungsverhältnisse, seit einigen Jahren Thema sozialwissenschaftlicher Untersuchungen, wird von sozialen Protestbewegungen öffentlich thematisiert. Dieser Protest wird u.a. in den jährlich in verschiedenen europäischen Städten stattfindenden MayDay-Paraden sichtbar.

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Aktuell: Tagung Culture, Media: Protest, 3.-5. September 2009, Universität Luzern

Als Beitrag zur Vertiefung der Debatte über Zusammenhänge zwischen Protestkulturen und alternativen Medien laden wir zu der Tagung Culture, Media: Protest ein (vgl. CfP | download pdf). Zur Diskussion steht eine kulturelle Perspektive auf die politischen Auseinandersetzungen sozialer Bewegungen und ihrer Mediennutzung.

Keynote Speakers: Ernesto Laclau, Universität Essex (UK); Chantal Mouffe,  Universtität Westminster, London (UK); John Downing, Southern Illinois Universität (USA); Kevin McDonald, Goldsmith College (UK); Jenny Pickerill, Universität Leicester (UK); Klaus Schönberger, Zürcher Hochschule der Künste (CH); Oliver Marchart, Universität Luzern (CH)

Abstracts für weitere Präsentationen werden bis 30. Juni entgegengenommen. Email: contact@protestmedia.net

Weitere Informationen zur Konferenz

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Was untersucht das Projekt?

Das Projekt untersucht den konkreten Medieneinsatz dieser aktuellen Protestbewegung im Zusammenhang mit der allgemeinen gesellschaftlichen und medialen Funktion von Protest als solchem. Im Zentrum der diskursanalytisch und ethnographisch ausgerichteten empirischen Projektteile steht die Verwendung von (Gegen-)Medien – den Medien des Protests. Der theoretische Projektteil untersucht aus der Perspektive von Medientheorie, politischer Soziologie und politischer Theorie die allgemeine Funktion von Protest als Medium.

>> Zur Projektbeschreibung

 

Was ist das Euromayday Online-Archiv?

Das Protestformat der Euromayday Paraden bringt eine Fülle mediatisierter Materialien hervor: gedruckt, gefilmt, gesprayt, instrumentalisiert und nicht nur geographisch, sondern auch über unzählige Webseiten verstreut. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde ein multimediales Online-Archiv entwickelt. Dort werden Materialien rund um die MayDay-Paraden in den Formaten Text, Bild, Video und Audio gesammelt, verschlagwortet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

>> Zum Euromayday Online Archiv

 

Wie wird das Projekt finanziert?

Das Projekt ist an der Universität Luzern (Schweiz) angesiedelt und wird vom Schweizer Nationalfonds finanziert. Die Laufzeit begann im Jahr 2006 und endet im Jahr 2010.

Ankündigungen


Session: Social Movement Research Network at ESA Conference

02. September 2009, Universität Lissabon


CfP: Konferenz Culture, Media: Protest

03. September 2009, Universität Luzern


Sektion: Protest Politics an der ECPR Konferenz

10. September 2009, Universität Potsdam