Protest als Medium – Medien des Protests Ein Forschungsprojekt zur Mediennutzung sozialer Bewegungen Ausgehend vom prominentesten sozialen Bewegungszusammenhang der Gegenwart, der globalisierungskritischen Bewegung (bekannt durch Proteste wie die von Seattle und Genoa) hat es seit 2004 eine flexible organisatorische Neuverknüpfung einzelner Gruppen entlang des Themas prekarisierter Arbeits- und Lebensbedingungen gegeben. Die Flexibilisierung, Feminisierung und Prekarisierung „postfordistischer“ Beschäftigungsverhältnisse, seit einigen Jahren Thema sozialwissenschaftlicher Untersuchungen, wird von sozialen Protestbewegungen öffentlich thematisiert. Dieser Protest wird u.a. in den jährlich in verschiedenen europäischen Städten stattfindenden MayDay-Paraden sichtbar. Was untersucht das Projekt? Das Projekt untersucht den konkreten Medieneinsatz dieser aktuellen Protestbewegung im Zusammenhang mit der allgemeinen gesellschaftlichen und medialen Funktion von Protest als solchem. Im Zentrum der diskursanalytisch und ethnographisch ausgerichteten empirischen Projektteile steht die Verwendung von (Gegen-)Medien – den Medien des Protests. Der theoretische Projektteil untersucht aus der Perspektive von Medientheorie, politischer Soziologie und politischer Theorie die allgemeine Funktion von Protest als Medium. >> Zur Projektbeschreibung Das Protestformat der Euromayday Paraden bringt eine Fülle mediatisierter Materialien hervor: gedruckt, gefilmt, gesprayt, instrumentalisiert und nicht nur geographisch, sondern auch über unzählige Webseiten verstreut. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde ein multimediales Online-Archiv entwickelt. Dort werden Materialien rund um die MayDay-Paraden in den Formaten Text, Bild, Video und Audio gesammelt, verschlagwortet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Wie wird das Projekt finanziert?
|